2025
Uns gits no
Alti Garde
Zeedel
Es git uns no, mir sinn no doo
do drüber sinn mir alli froo.
Denn Alti Garde hänn oft mieh,
Nochwuggs kenne noche z zieh.
Vyyli mache gar nümm mit,
wells eifach zweenig Spiillüt git.
So suecht me Schlurbbi hütt vergääbe,
au d Spezi ka nur überlääbe,
dangg Zämmeschluss mit AGB,
wo ohni Spezi nümm wurdsch gsee.
Au Junteressli, Laiezorn
triffsch hütt nümm und au nit morn.
Doch Alti vo dr VKB
kasch allewyyl no aggtiv see.
Syt fünfeachzig Joor drbyy,
do darf me stolz und glügglig syy.
Im nünzähhundert nünedryssig
hänn Alti muetig, schnäll und flyssig,
zämme mit de beschte Fründe,
e Alti Garde hälfe gründe.
Doch het me nit grad könne starte,
het wäg em Wältgrieg miesse warte.
Ab säggsevierzig hetts denn gfäggt,
syt denn wird bi uns d Fasnacht pfläggt.
Drum sin mir hütte als no froo,
es git uns no, mir sinn no doo.
Drbyy top fit und beschtens zwääg
und das speziell an de drey Dääg.
Doch simmer eerlig, mien mr saage,
d Jöörli die föön aafo gnaage.
Well s Alter sich mit Bräschte baart,
wird d Lääbesart für uns rächt haart.
Me seet nit rächt, het Wyy im Bluet,
au bysse kha me nümm so guet,
drum gits bi uns im Fasnachtskäller
au numme no Seniore-Dälller.
Bir Gründig ischs no anderscht gloffe,
statt maile, het me sich no droffe.
Es hett denn no kai Handy gää
und d Lüt hänn sich könne benää.
Me het no keini Wänd verspreyt
und alle Drägg an Bode gheit.
Mit Kniggebogger bisch voruuse,
d Maitli in Junte und in Bluuse.
Designer Mode hesch nit kennt,
mit alte Schueh bisch ummegrennt.
Gschuttet het me uff de Stroosse
und het no gleert uff Ältri z loose.
Het Achtig kha drzue Respäggt,
isch z friide gsi, denn s hett so gfäggt.
Mir hänn no Globi Biecher glääse,
uns gfreut an Häxe uff de Bääse,
sinn als Indianer ummegrennt,
hänn „Faarendy“ Zigüüner gnennt.
Au Mooreköpf und Meitlibei
hett niemer gstöört, nit Gross nit Glai.
Gleert het me Pünggtligkeit und Flyss,
nit wäg me Bobo grad e Gschyss.
Me hett nit wäge allem glooge
und bi Stryt kai Mässer zooge.
Als Maa und Frau hesch könne lääbe
und nüt drzwüsche und drnääbe.
Gender isch hüt super wichtig,
gschlächtsneutral syg s Ainzig richtig.
Uff Zyttigsbricht wo drüber brichte
könnt me wirgglig guet verzichte.
Als Männerclique hätts nit glänggt,
drum hett me Vorurdail verdrängt.
Es hänn sich d Männer überwunde
und Freud an nätte Wybli gfunde.
Die sinn hütt beschtens integriert,
das hett zue neue Höhe gfiert.
Vom Maitli bis zur alte Dante,
sinn Fraue doch wie Diamante.
Drum sott me si, so hört me saage,
halt allewyyl mit Fassig draage.
Wär d Fasnacht nümm so stürmisch wott,
nümm drey Dääg duremache sott,
das wäg em Härz und wäg dr Lunge,
wo nümm so wänn, wie bi de Junge
und sich drum nümm rächt ka bewege,
dä sott sich langsam überleege,
bi unsrer Alte Garde yyzstoo
und däwääg an dr Fasnacht zue zschloo.
Mir nämmes gmietlig, und au glasse,
das duet so guet zem Alter basse.
Eine schnabbe, hogge blyybe
und däwääg au nit überdryybe.
Uff die Art isch me nie drnääbe
so wird me alt, duet überlääbe.
Es isch nit alles Neue schlächt,
Fortschritt muess sy und isch au rächt.
Doch Traditione sinn e Sääge,
drumm wämmer die au wyter pflääge.
Für uns e Freud, denn mir sinn froo
es git uns no, MIR sinn no doo.
In unserer biriemte Drummel- und Pfyfferschuel leere d Buebe und Maitli mit Begaischterig und Fraid. D Uusbildig zem aagfrässene Fasnächtler isch e wichtige Dail vom Leerplan. Bi uns verkimmeret kai Talänt, nit numme bim drummlen und pfyffe!
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