2022
Mir sin drby - Ferie im Wältall
Binggis
Die Ausgangslage
Ferien unter Sternen: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa beabsichtigt, die Internationale Raumstation (ISS) für Interessierte zu öffnen. Ab dem kommenden Jahr solle es eine «kommerzielle» Nutzung der ISS für Weltraumtouristen geben, kündigte Nasa-Finanzvorstand Jeff DeWitt am Freitag in New York an. So könnten jährlich rund ein Dutzend Privat-Astronauten an Bord der Raumstation ihre Ferien verbringen.
Die beiden Unternehmen wählen die Weltraumtouristen aus. Hin- und Rückflug sollen rund 58 Millionen Dollar (rund 57,5 Millionen Franken) kosten. Für das Leben an Bord der Raumstation müssen die Urlauber laut DeWitt rund 35'000 Dollar (cirka 34'700 Franken) täglich bezahlen. In dem Preis seien Lebensmittel, Wasser und die lebenserhaltende Systeme inbegriffen. Internet kostet extra: pro Gigabyte sind 50 Dollar (cirka 49.50 Franken) fällig. Die Touristen müssen zudem die gesamte Zeit über an Bord bleiben. Ein Weltraumspaziergang ist nicht vorgesehen.
Einst Zukunftsmusik, heute Realität: Mit dem Start von Richard Bransons Virgin Galactic und Jeff Bezos' Blue Origin nimmt das Thema Weltraumtourismus an Fahrt auf. Schon ab 2022 soll es regelmäßige touristische Flüge in den Weltraum geben.
Der nächste Milliardär hat sich ins All aufgemacht: Jared Isaacman ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida in Richtung Weltraum gestartet. An Bord der „Dragon“-Raumkapsel sind eine Arzthelferin, eine Künstlerin und ein zweifacher Vater, aber keine ausgebildeten Astronauten oder Astronautinnen. Der Titel der Mission: „Inspiration4″.
Wie läuft Mission „Inspiration4“ ab?
Die Mission dauert drei Tage. Dabei wird das „Dragon“-Raumschiff von Space X die Erde mit einer Geschwindigkeit von 30.000 Kilometern pro Stunde umrunden. Es befindet sich währenddessen in einer Höhe von rund 580 Kilometern, also weiter im All als die Internationale Raumstation (ISS) oder das Hubble-Teleskop. Während des Trips soll die Crew auch einige Experimente machen.
Ist das nicht gefährlich? Drei Tage im All ohne professionelle Unterstützung?
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist eine ausschließlich mit Laien besetzte Rakete zu einer Mission ins All gestartet. Im Gegensatz zu den Weltraumflügen, die die Milliardäre Jeff Bezos und Richard Branson dieses Jahr absolviert haben, wird die Crew dabei nicht nur für wenige Minuten ins All fliegen. Für professionelle Astronauten und Astronautinnen dauern die Vorbereitungen auf einen Einsatz im All normalerweise Jahre.
Das „Dragon“-Raumschiff steuert sich allerdings im Prinzip von alleine. „Es ist, als ob jemand eine sich selbst steuernde Jacht mietet und damit in den Weltraum segelt“, erklärt der Raumfahrthistoriker John Logsdon der „Washington Post“. Die „Dragon wird von Space X sonst auch genutzt, um bis zu sieben Astronauten und Astronautinnen oder bis zu sechs Tonnen Ladungen zur Internationalen Raumstation (ISS) zu transportieren. Auch Esa-Astronaut Matthias Maurer soll im Herbst mit einer „Dragon“ zur ISS fliegen.
Zeedel
Wenn aggtuell wotsch Ferie plaane
Waisch maischtens nit genau wo aane
Isch es sicher an e Ort go zfliege
Ohni grad e Virus zgriege?
Oder mainsch de bisch im Paradyys
Drby goht s de arme Lütt dört myys
Hoggsch uss Verseh uff eme Vulkan
Isch das au nit grad dr Wahn
In andere Länder würdsch kai Hotel griege
Will sich die grad bis uff s Mässer bekriege
Zue guete alte Tourischte Zytte
Isch me uff Dubai uff Kamel go rytte
Bisch ans Meer go s Fudi dungge
Und vyl Gäld zahlt an die Halungge
Anstatt e Himmelbett im Bungaloo
Hesch e Pritsche im Hotelbungger bikoo
Uff die Art Ferie mache isch nit toll
Drum hänn vyl vo däm jetzt d Naase voll
Dr Trend goht ganz klar in d Modärne
S Motto haisst jetzt: «Ferie unter Stärne»
Könntsch maine die hänn jetzt voll dr Knall
Aber dr Raisehit sinn Ferie im All
Als übermuetigi All-Tourischte
Hoggsch in sonere Raketekischte
Ewägg vo däre schlimme Wält
E Rais ins All für vyl Schwyzergäld
Das syg kai Probleem, wie me vernimmt
D Hauptsach isch, dass d Kasse stimmt.
Die Rakete fliege schynts au ganz ellai
Und wenn Glügg hesch, kunnsch au wider hai
Drum isch unser Motto: «Mir sinn drby!»
Und sage s drum grad gly
Am Aafang gitts e grosse Knall
Und scho sinn mr wie dr Blitz im All
Ewägg vo Sorge und Corona
Föhn mr s Lääbe eso grad neu aa
Mir mache Fasnacht uff em Mars
Und kömme gar nümm zrugg, das wars!
In unserer biriemte Drummel- und Pfyfferschuel leere d Buebe und Maitli mit Begaischterig und Fraid. D Uusbildig zem aagfrässene Fasnächtler isch e wichtige Dail vom Leerplan. Bi uns verkimmeret kai Talänt, nit numme bim drummlen und pfyffe!
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