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2013

Studäntefueter

Stamm

Zeedel

Wenn d Lyt hit uff die schlimme Gschichte
vo dääne Brieder Grimm verzichte,
isch s d Angscht, s Kind wurd das missverstoh
und speeter nyt als Schiss bikoo.
Doch friehner hesch dym Goof verzellt
vom Wolf, wo sich zwor schloofend stellt,
doch lieber ebbis z ässe wett
und s Rootkäppli drum gfrässe het.
Drby het är, s isch no verruggt, 
d Groossmamme vorhär scho verschluggt.
Dr Jääger macht druff s Ganze muff,
är schlitzt em Wolf dr Ranzen uff,
befreit als Frind denn s Kind und d Oma.
Sy Find, dr Wolf ligt gschwind im Koma.
Dä wird denn statt mit Schroot zer Noot
mit Stai gfillt und vom Dood bedroht.
Die Gschicht vom Wolf isch zwor drnääbe,
doch frisst, nit au im wohre Lääbe,
dr Stargg dr Schwach, dr Grooss dr Glai?
Paggt di e Lai am Hoosebai,
frisst di e Hai mit Hut und Hoor,
denn kunsch dr zimmlig ungsund vor.
Me kennt no meh so Wääse nenne,
wo gar kai Fääderlääse kenne
bim Fraass, doch die bedoone zwor,
dass si syt Millione Johr,
grad numme Flaisch in Rache schiebe
und kaini andre Sache liebe.
Si dien nit lang um s Ässe märte,
s haisst frässe oder gfrässe wärde.
Me sett drby nit ganz vergässe,
s git Dier, wo numme Pflanze frässe,
wie d Kueh, wo uff de Waide graast,
und s Ross, wo iber d Haide raast,
wie s Reh, wo sich zem ääse buggt
und kaini Lääbewääse schluggt.
S git Dier, wo vyyl Inträsse hänn
und aifach alles frässe wänn,
wie d Ratte, wo sich bim benaage
vo ihrer Mohlzyt schlimm bedraage. 
E Bäär, wo me nyt z lache het,
wenn me dr Netti mache wett,
macht s glyych wie d Gaier und e Sau
und d Mensche jo im Grund gno au, 
wo sich als Allesfrässer sehn,
so gseh au kaini Gspäss verstehn
und droht emool e Nahrigsnoot,
sehn si scho uus Erfahrig root.
Dr erscht Mensch im Schlaraffegarte
het zerscht, wie alli Affenarte,
dr Hunger mit de Pflanze gstillt
und Fricht und Pilz in Ranze gfillt.
Doch mänggen isch bim Ässe horte
halt samt em Ässe gfrässe worde.
Drum isch me gly go Waffe kaufe,
het uffgheert, so wie d Affe z laufe,
het bald mit Pfyyl im Urwald gschosse
und s Flaisch vo groosse Dier halt gnosse.
Vom Aiwyss git s Verbindige
zem Hirni, zmitts in d Windige
und s Hirni nimmt an Masse zue;
das het nyt mit dr Rasse z due.
Das evolutionäre Wunder
zaigt, Flaisch isch zem ernähre gsunder,
denn s git gnueg Vitamin und Yyse
und dangg em Protein kai Gryyse.
Doch das gfallt so nit alle do,
s Dier sett sich das nit gfalle lo.
Drum wänn e baar Extremi ha,
dass d Mensa academica
sich em Veganerwahn verschrybt
und s Flaisch vom Menue-Plan verdrybt.
Si dien entsprächend d Schnuure wetze
und das brobiere duure z setze
mit Film vo wieschte Schlachthofszene,
wo bluetverschmiirti Schlacht-Schoof stehne,
vo Metzger, wo nyt wisse wänn
vo Mord und gar kai Gwisse hänn.
Me heert wie d Rindergrinder gnaggse,
seht Därm und Härz und Hinterhaggse. 
Me zaigt dr schregglig Äntedood,
das schloot denn em Studänteroot
so uff e Maage, dass er gschlaage,
druffaabe nimm ka glasse daage.
Dr Root stimmt drum em Vorschlaag zue,
doch het är nur e baar Daag Rueh,
denn isch s zem Referändum ko
vo aim, wo maint, es syg drum so,
dass do womeeglig e paar Spinner
mit ihrer Religion glaar d Gwinner
sin, im Studäntefueter-Stryt,
denn vyyl Lyt hänn e Wuet zer Zyt.
Si wänn sich nit diggtiere lo,
was si mien konsumiere do.
Friss oder stirb, das ka s nit sy.
Dr Root goht in sich, drum git s gly   
en Ainigung, s git Flaisch und Fisch
am Disch, au wenn das ungsund isch,
statt numme Gmies, nit dääglig zwor.
Das kunnt e Dail Gescht glääglig vor.
Si finde son e Bschiss vermässe,
me soll dä Kompromis vergässe
und gänn au s Referändum yy. 
Dr Root will nit, es kennt drum sy,
dass me s zer Urabstimmig drybt,
wenn s Klima wyter grimmig blyt.
D Veganer wänn halt voll und ganz,
e Flaischverbot, Null-Toleranz.
D Flaischässer syge Lyycheschänder,
d Verschwänder sin die ryyche Länder.
S sett Flaisch-Fumoir in Baize ha. 
Was e Veganer raize ka,
isch, so wie sy Erfinder z wärbe
fir d Lehr vom sicher gsinder stärbe.
Me dringgt kai Milch und nimmt zer Schonig
vo Biinestegg au bstimmt kai Honig. 
S fählt Rahm, Kääs, Aier und e Fisch,
au Angge, wenn d e Gsunde bisch.
S fählt Schmalz und Fätt, wirsch schier verruggt.
Me drait au kaini Dierproduggt.
Die biirewaich Veganer-Mode
mit ihre Taliban-Methode
verbietet Lääder, Pelz, au Horn
und griegt bi Wullen e Sauzorn.
S darf aine, wo nit schummle ka,
kai Kalbfäll uff dr Drummle ha.
Die sälbergwählte Wälteretter
sin au privat sehr sälte gletter.
Bevor me sich uff d Schnuure schloot,
sait s Räggtorat, wo s duure goht,
nimmt s Ganze ändlig do in d Händ
und macht däm Higg-Hagg so en Änd.
D Veganer sin elai am schlugge,
denn si hänn jetz e Zwai am Rugge.
Was nitzt s, bisch gopfergässe gsund,
wenn s dängge non em frässe kunnt?

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