2012
So ne Theater ... Mythos Hülfteschanz
Alti Garde
Zeedel
Es läbt «vo Schönebuech bis Ammel»
e kurlig Volk, und das sinn d' Rammel.
Ihr Credo «vom Bölche bis zum Rhy»
isch simpel: s Unabhängig sy.
S Symbol denn vo däm Grössewahn
stoht zwische Lieschtel und Autobahn:
sisch d'Hülfteschanz, wo-n-e Danggmool stoht,
e grauebars, oh grossi Not.
Denn achtzähhundertdreiedrissig
(das fyyrt-me ehrfurchtsvoll und flissig)
bikemme d'Stedter im Grosse und Ganze
dert schlicht und aifach uf e Ranze.
Drum hänn denn «au kai Land so lieb»
die Buure als ihr «Baselbiet»!
Si wäre so gärn e Vollkanton
nit numme mit Basel e halbi Portion.
Drum haisst fir si au Partnerschaft
mit Basel, ass dr Partner schafft,
me sälber numme profitiert
und sich um d' Pflichte gärn futiert,
vor allem, wenn's ums s Zahle goht,
denn sehn si - wie ihr Wappe - rot
und finde immer «mir wei luege»,
wie d' Bebbi schutte wie dummi Buebe.
Grad ai Partei tribt's bsunders krass
und baderet sich im Basel-Hass!
Dasch d SVP, wo gege die bese
Bewohner vo Basel, grad wie d Chinese,
am liebschte wurd ums Baselbiet
e Muure mit emene Turm im Ried
gschwind baue mit Wächter und Bruggezoll
fir «fremdi Fotzel», das fande si toll.
(Im Schatte vo däne Lokalpatriote
isch wäreliwär? De hesch's verroote:
Jo, d FDP ohni aige Profil,
das merkt dr Wähler, es brucht nit vyyl,
und strooft si wie z Ditschland d Plagiatore
mit Duume-n-aabe fir d Gladiatore.)
Jo, Stroosse baue-si furchtbar gärn
und heusche Subventione z Bärn.
Doch trotzdäm mien-si happig zahle
us aigetem Sagg. Und vor de Wahle
isch drum e Superargumänt,
me haig kai Gäld denn justemänt
fir ebbis, wo zwoor scheen und richtig
hingääge fir d Rambasse nit so wichtig:
s Theater nämli z Basel unde.
Drmit fliesst Bluet us alte Wunde,
wil d'Landschaft nit will fir ebbis bläche,
wo gärn si nutzt, sich so will räche,
wild Bebbi emool vor langer
Zyt nit ordlig gsi sinn mit de Lyt
im Baselbiet. Doch z Basel und z Rieche
hersch Klaagewyber - wie bi de Grieche -
wehlaute iber die truurigi Wält,
wo-n-e Noochber verwaigeret s neetig Gäld.
S Theater um s Theater duet nur bewiise:
Beziehige stecke in-ere Kriise,
wenn baidi finde, in der Summe
do gniegi dr glainschtmeeglig Effort numme.
Das maint dr Balmer z Lieschtel oobe
jo allewyl vo demorge bis zoobe
und zichtet drby sy Plaitegaier,
wo usgschlüpft isch us goldige-n-Aier,
so ass er denn mit stolz gschwellter Bruscht
verzelle ka:»mir hai nüt; was suscht?»
Drby hän d Rammel, vermutlig us Fruscht,
halt iber d Verhältnis gläbt, mit Luscht
e Spittel saniert, e Tunnel baut,
Projäggt, wo so guet wie gar nyt haut,
denn d Stire gsänggt und, dasch dr Gäg,
sich alles glaischtet ainewäg.
Es het drum Eisidle s gross Wälttheater
und Lieschtel numme-n-e Gäldtheater.
In syne Memoire schribt dr Baron
Münchhausen mit emene Usdrugg vo Hohn,
är haig sich am aigete Zopf syner Zyt
zem Dragg usezooge; das isch nit nyt.
Doch d Baselbieter dien nyt drglyyche,
stattdesse vyyl lieber aabestryyche
die Byträg an Basel, wo-si schulde,
doch d'Bebbi solle das gfälligscht erdulde.
Die haige nämli nach ihrem Gfyhl,
an Gald und Guet bi wytem zvyyl.
Vrglyychsch mit dr Eh' die Partnerschafts-Gschicht:
."Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht!»:
Verheit isch dr Haafe, wo baidi drus dringge,
und läär isch's Bett, wo luschtvoll kennt wingge.
Dr Rissverschluss klemmt zwische baide Basel,
wär's andersch seht, dä schnuurt nur Gfasel,
so wie dr Morin, wo hoffnigsfroh
behauptet, bald wurd's besser go.
Doch, ladet d'Regierig FS drgege
zem Frindschaftstrunk y d'BL-Kollege
am 2. Jänner, denn kunnt ekaine,
denn anders sig wichtiger, wie si maine.
Im Baselbieter Lied-Tågscht vom Senn
kasch lääse als Sälbsterkenntnis denn:
Em Baselbieter sagi-me noo,
er luegi, «chönn nit sääge: Jo.»
Doch wenn d'en frogsch, ob är denn well
fürs Rächt yystoo, klar gälte sell,
dass alli säge «Jo». Hingäge,
wenn's denn um d Bebbi goht, denn säge
si lieber «Nei», wil, goht's ums Gäld,
denn sy si «gar luschtig uf dr Wält,
wenn's immer goht», will då «flyssig Schlag»,
halt d Partnerschaft nur eisytig mag.
Es lääbe vo Bruderholz bis Rieche,
vo Wiise bis Birs au «glatti Sieche»,
wo maine d Stadt kenn' ohni Rammel
(die Vorstellig macht-is ebeso Bammel)
vyy besser laabe us algeter Kraft,
und finde da Furz gar no fabelhaft.
Au wenn-me in Lieschtel und oobedraa
im Nochberkanton nit prolete kaa:
«Jo, s' Baselbiet blibt sälbständig! Und?»,
denn tribes ihrersyts d'Bebbi z' bunt.
Uf Gedeih und Verderbe sinn ufenand
halt wirglig aagwiise Stadt und Land.
Drum setti jetzt dr Vorhang falle.
Das Truurspiil ka jo niemerem gfalle,
wo ain der ander numme plogt
und nit no syne Sorge frogt.
Dr Spiilplan sott haisse, und zwor gly,
mer schaffe zämme an Ergolz und Rhy!
In unserer biriemte Drummel- und Pfyfferschuel leere d Buebe und Maitli mit Begaischterig und Fraid. D Uusbildig zem aagfrässene Fasnächtler isch e wichtige Dail vom Leerplan. Bi uns verkimmeret kai Talänt, nit numme bim drummlen und pfyffe!
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