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2003

Hesch hit au scho gspiilt?

Alti Garde

Zeedel

Hesch hit au scho gspiilt?
Mir alli hänn jo scho als Kind
dr Drib firs Spiil entdeggt
und hänn uns vor de Lehrgräft gschwind
im Pausehoof versteggt.
Denn hämmer Länzgi gspiilt und Dieb,
Schwarz Peter, Halma, Schach
und uffgheert hetts nit immer lieb
Nai ! - Maischtens mit em e Grach.
Schliesslig hämmer uff dr Strooss
bim Gluggere verloore
und hänn uns wichtig und grandios
im Stille Revanche gschwoore.
Verliere hett s fir uns nit gää,
Drum hämmer ghofft, s wurd glinge,
dass mir denn s Gligg bim Revanche nää
uff uns'ri Sytte zwinge.
Voller Muet und ganz verstohle
hänn mir uff s Sagg-Gäld gschiilt
und hänn riskant die ganzi Kohle
halt au no grad verspiilt.
Bim Haimkoh hett s denn zimlig gracht
und scho vor «Zäh vor Zäh»,
Anstatt e Wurscht und Brot zem Znacht
nur Ranzeschnitte gäh.
| lehr bi dääre Gläägehait:
«Vo jetz aa herrscht doo Zucht!
Denn s isch» - heer ich, wie d Mamme sait -
«dr Aafang von er e Sucht.»
S Dischbedaat isch wyter gange,
S git e grooss Theater.
Wär d Spiilsucht hett muess Hilf empfange
und gheert zem Psychiater!
D Psycho-Fritze dien erglääre:
«Me sott die Sucht verhiete
und sott de Spiiler s Spiil erschwääre;
...Noh besser: Ganz verbiete!»
Doch z Basel isch me skrupelloos
und dänggt: «Das bringt doch Gäld,
E Spiilcasino isch famos
fir uns ...und d Unterwält».
Jetz muess me nur e Standort finde
fir d Spiiler und fir d Spiesser;
Me duet sich draaie und au winde
und frogt dr Ruedi Schiesser.
Und då Ma isch ganz nit dumm,
sait bim en e guete Schlugg:
«Am beschten isch s fir Publikum
dr Standort bi dr PUK»,
D Regierig git derzue dr Sääge
und dänggt: «Wenn d Lyt verliere,
Denn kunnt s dr lääre Kasse glääge
wil mir au mitkassiere».
Doch s duet um da Casino-Bau
nit nur dr Vischer froh sy;
Nai, s kassiere doo dra au
d Russe und d Mafiosi.
Wenn Mensche dien am Spiltisch hogge,
fiehrt s hyffig zem Bankrott;
Si h ă nn - wenn si verluschtryych zogge -
zem Schaade au dr Spott.
Zuedäm muess me d Froog sich stelle:
Wo sinn die wohren Irre ?
Und wär vo dääne Gambler-Gselle
hett ächt die waiche Bire ?
Nimmsch deert uss en Augeschyyn
und gsehsch die Dekadänz;
Stellsch fescht, s drybt alli in Ruin
und s gitt kai Differänz:
Bim Ynekoh gsehsch am Tisch ains
die, wo Gligg hänn oder kains.
Am zwaite Tisch bim Zahle-Lotto
gwinnt ain e Mega-Pagg Risotto;
Am dritte Tisch bim Baccara
dien sibe Hiehner gaggara.
Zmitts im Saal do frogt e Gay:
«Spiilt me doo kai Nyynistai?»
Am Tisch säggs bim Siibzäh-Vier
gwinnt ain drei Fläschli Ueli-Bier;
Und ain freut sich am Billardtisch,
dass d Kugele ins Lechli isch.
Ain protzt bim en e Superstigg:
«Hey Girl: Ich bi dr Hans im Gligg».
(Derby hett är bim, Gschlächt, bim zarte
normalerwyys sehr schlächti Karte.)
Ärnschthaft frogt ain: - nit zem Gschpass -
«Isch hit doo inn dr Samschtigs-Jass?»
Zem Croupier sait e Heer mit Stil:
«Am liebschte han ich s Hietlispii!!»
Zwai dien wiete wie Tornado,
(Si hänn verloore bim Mikado)
Am Roulette-Tisch gseht - wie s so goht -
Ain, wo «Schwarz» kunnt, zimlig root...
E Lady maint: «Anstatt go jogge,
gang i lieber doo go zogge»;
Drei Gschyydi hänn vom Gamble gnue
und spiile dorum «Blindi Kueh».
Und schreit ain luut und mit Protäscht:
«Gly flieg ich iber s Gugguggsnäscht!»,
wird s jeedem glaar in dääre Stadt:
Deert in dr Gegend isch d Friidmatt.
Drum: Fir die Alti VKB
(Mir saage s im Vertraue)
Isch s und blybt s e Schnapsidee
deert s Spiil-Casino z baue.
Ainewääg gehn mir go setze
uff Rouge, uff Noir, uff Bleu;
Doch voreerscht wämmer d Fasnacht schätze.
Messieurs ! - Faîtes vos jeux !

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In unserer biriemte Drummel- und Pfyfferschuel leere d Buebe und Maitli mit Begaischterig und Fraid. D Uusbildig zem aagfrässene Fasnächtler isch e wichtige Dail vom Leerplan. Bi uns verkimmeret kai Talänt, nit numme bim drummlen und pfyffe!

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